Skilanglauf: Nach Dopingfall: Sperre von Langläuferin Carl verkündet
Die Winterspiele in Italien hat Victoria Carl wegen einer positiven Dopingprobe verpasst. Nun gibt es Neuigkeiten zur Sperre der Langlauf-Olympiasiegerin von 2022.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Langläuferin Victoria Carl ist nach einem positiven Dopingtest für insgesamt 18 Monate gesperrt worden. Das teilte die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) mit. Die 30-Jährige war bei einer Kontrolle außerhalb des Weltcups im Frühjahr 2025 positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet worden. Das Medikament wird in erster Linie zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma eingesetzt.
Einspruch beim Sportgerichtshof möglich
Die Sperre dauert nach Nada-Angaben bis zum 25. November 2026, weil die im Mai 2025 erfolgte vorläufige Suspendierung angerechnet wird. Carl verpasste deshalb auch die Olympischen Winterspiele in Italien, könnte mit diesem Urteil aber zur WM-Saison 2026/27 wieder dabei sein.
Sowohl Carl als auch der Weltverband Fis und die Welt Anti-Doping Agentur können gegen das Urteil beim internationalen Sportgerichtshof Cas Einspruch einlegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Carl erklärte im Sommer 2025 zu dem Vorfall: "Ich war krank, hatte starke Hustenanfälle und habe das Medikament auf ärztliche Anweisung genommen. Ich habe alles offengelegt - mir war nicht bewusst, dass ein verbotener Wirkstoff enthalten ist." Die Nada hatte im vergangenen September einen Sanktionsvorschlag über zwei Jahre erlassen.
Training statt Winterspiele
Ohne die Ausnahmesportlerin, die 2022 in China Olympia-Gold im Team Sprint und Silber mit der Staffel gewonnen hatte, gab es in Italien eine Medaille für die deutschen Langläuferinnen. Coletta Rydzek und Laura Gimmler holten Bronze im Team Sprint.
Carl hatte sich vor den Winterspielen per Video mit dem Team zusammengeschaltet. Die Thüringerin trainierte in der Heimat. "Es ist faszinierend, wie intrinsisch motiviert sie ist. Wie sie sich kleine Ziele setzt oder wieder etwas findet, woran sie sich hochzieht", sagte Teamchef Peter Schlickenrieder beim Saisonhöhepunkt.
Der 56-Jährige ergänzte: "Da kann man nur den Hut ziehen und sich inspirieren lassen, dass man sich durch solche Rückschläge nicht unterkriegen lässt."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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