Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung im Allgäu sollten Skifahrer heute ernstnehmen!

Am 01.04.2026 wurde für verschiedene Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.

Erstellt von - Uhr

Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. (Foto) Suche
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Naj

Am 01.04.2026 um 15:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Ammergauer Alpen Nord, Werdenfelser Alpen, Allgäuer Alpen Mitte, Allgäuer Voralpen und Bayrische Voralpen West. Die Warnung gilt vorerst bis zum 02.04.2026, um 15:00 Uhr .

"Lawinengefährdete Stellen sind oft schneebedeckt und schwer zu erkennen."

"Lawinengefährdete Stellen sind oft schneebedeckt und schwer zu erkennen."; heißt es jüngst in der Gefahrenwarnung. Zusätzlich gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1800 Metern beträchtlich und darunter mäßig. Das Hauptproblem ist der neue und vom Wind verwehte Schneedeckenschicht der letzten Tage. Mittelgroße Schneebrettlawinen können vielerorts schon bei geringer zusätzlicher Belastung ausgelöst werden. Die lawinengefährdeten Stellen befinden sich in steilem Gelände neben Graten in allen Hangausrichtungen, hinter Geländekanten sowie in Rinnen und Mulden. Mit zunehmender Höhe treten sie häufiger auf. In steilem, mit Felsen durchsetztem Gelände ist die Selbstauslösung von mittelgroßen Lockerschneelawinen möglich, besonders bei Sonneneinstrahlung.

An sehr steilen Wiesenhängen und in lichten Bergwäldern können sich kleine und mittelgroße Gleitlawinen selbst lösen."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee, Neuschneeproblem und Gleitschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "In den letzten Tagen haben sich viele lawinengefährdende Schneeverwehungen gebildet. Sie liegen auf Schwachschichten aus weichem Schnee und Graupel. Diese Schichten werden mit zunehmender Höhe lawinengefährdeter. Zudem ist die Winddecke oft mit Schnee bedeckt und schwer zu erkennen. In höheren Lagen gibt es stellenweise Schwachschichten im Bereich schmelzender Schneekappen. Tief liegende Schichten aus facettierten Kristallen sind schwer zu stören. In Bodennähe ist der Schnee oft nass und kann auf glatten Oberflächen abrutschen. Durch die leichte Erwärmung und Sonneneinstrahlung wird auch der Oberflächenschnee schnell feucht und schwer." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen des deutschen Alpenraums individuell stark ausgeprägt.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen3
Allgäuer Alpen3
Ammergauer Alpen3
Werdenfelser Alpen3
Westliche Bayrische Voralpen3
Zentrale Bayrische Voralpen2
Östliche Bayrische Voralpen2
Westliche Chiemgauer Alpen2
Östliche Chiemgauer Alpen2
Berchtesgadener Alpen3

Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.

  • Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).

Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.

  • Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.

  • Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.

  • Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.

  • In der Nähe von Gleitschneerissen sollten Sie sich auf keinen Fall aufhalten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 01.04.2026 um 15:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Erfahren Sie auf news.de mehr über Lawinen:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.