Friedrich Merz: "Schlechtester Bundeskanzler aller Zeiten!" Rücktrittsforderung nach Oster-Botschaft
Eigentlich wollte Friedrich Merz zu Ostern Hoffnung, Glauben und Neuanfang beschwören. Doch seine Feiertagsbotschaft löste online keine Besinnlichkeit aus, sondern eine Welle aus Spott, Wut und Rücktrittsforderungen.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Kanzler Friedrich Merz stellte in seiner Osterbotschaft Glauben, Hoffnung und Aufbruch in den Mittelpunkt
- In den Kommentarspalten reagierten viele Nutzer mit scharfer Kritik und Rücktrittsforderungen
- Besonders die christliche Tonlage des Kanzlers stieß bei einigen auf offenen Spott
Ein Ostergruß sollte es werden.Am Ende wurde es ein digitales Donnerwetter. Bundeskanzler Friedrich Merz wandte sich am Ostersonntag (05.04.2026) auf Instagram mit einer feierlichen Botschaft an die Bevölkerung und stellte dabei Glaube, Hoffnung und Zuversicht in den Mittelpunkt. Doch statt Osterfrieden bekam der CDU-Politiker in den Kommentarspalten vor allem eines zurück: Wut, Spott und Rücktrittsforderungen.
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Friedrich Merz betont an Ostern Glauben, Auferstehung und Neuanfang
In seiner Ansprache rückte Merz die christliche Bedeutung des Osterfestes in den Mittelpunkt. "Ostern, das ist für uns Christen das Fest der Auferstehung und damit wird es zum Fundament unserer Zuversicht", sagte er. Weiter erklärte der Bundeskanzler, die Botschaft, dass am Ende das Leben triumphiere, sei zentral für den Glauben. Merz beließ es jedoch nicht bei der religiösen Deutung. Er verband die Osterbotschaft zugleich mit einem politischen und gesellschaftlichen Appell. Ostern stehe auch für einen Neuanfang, so der Kanzler. Zudem wünschte er den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit ihren Familien erholsame Feiertage und empfahl, die freien Tage mit nahestehenden Menschen zu verbringen. Inhaltlich war die Botschaft auf Versöhnung, Besinnung und Aufbruch angelegt. Im Netz kam davon allerdings wenig an.
Shitstorm gegen Merz: Instagram-Nutzer fordern Kanzler-Rücktritt
Schon kurz nach Veröffentlichung der Ostergrüße schlug der Ton online deutlich um. Zahlreiche Nutzer reagierten in den Kommentarspalten vernichtend und machten aus der Feiertagsbotschaft eine Abrechnung mit dem Kanzler. "Machen Sie uns ein Ostergeschenk und treten Sie zurück", schrieb ein Instagram-Nutzer. Andere warfen Merz vor, für "gebrochene Versprechen, Steuererhöhungen und den Verlust der Freiheit" zu stehen. Aus einem symbolischen Ostergruß wurde so binnen kurzer Zeit ein digitales Ventil für politischen Frust.
Einige Kommentare gingen dabei weit über normale Kritik hinaus. So bezeichnete ein Nutzer den CDU-Politiker als "schlechtesten Deutschen Bundeskanzler aller Zeiten". Auch die von Merz beschworene Zuversicht wurde von vielen Kommentatoren offen infrage gestellt. Ein weiterer Nutzer schrieb sinngemäß, mit der aktuellen Regierung sei genau diese Zuversicht schlicht nicht möglich. Die Stoßrichtung war klar: Nicht nur die Botschaft wurde abgelehnt, sondern teils die gesamte politische Glaubwürdigkeit des Kanzlers.
Rufe nach Rücktritt und Misstrauensvotum gegen Merz werden laut
Besonders brisant: In den Kommentarspalten blieb es nicht nur bei Frust und Spott. Mehrere Nutzer formulierten ganz konkrete politische Forderungen. Ein Kommentar lautete knapp und unmissverständlich: "Misstrauensvotum! Jetzt!" Andere griffen Merz' Wortwahl vom „Neuanfang" direkt auf – und drehten sie gegen ihn. Ein Nutzer fragte provokant: "Neuwahlen wären doch ebenfalls ein Neuanfang?" Gerade solche Reaktionen zeigen, wie schnell symbolische Politiker-Sprache im Netz zur Steilvorlage für Gegenangriffe werden kann.
Was Merz als Hoffnungssignal formulierte, wurde online vielerorts als Angriffsfläche gelesen. Die Idee von Aufbruch und Erneuerung wirkte auf viele Kommentatoren nicht inspirierend, sondern fast schon wie eine Einladung zur Gegenrede. Ein Nutzer schrieb angesichts der Flut negativer Reaktionen, bei solchen Kommentaren würde er sein Konto löschen. Ein anderer stellte die Frage, die sich durch viele Beiträge zog: Wann tritt der Kanzler zurück? Die Stimmung unter dem Beitrag zeigte damit vor allem eines: Merz polarisiert inzwischen selbst mit einem Feiertagsgruß.
Besonders empfindlich traf den Kanzler offenbar die Reaktion auf den religiösen Kern seiner Botschaft. Denn gerade die christliche Tonlage, mit der Merz Ostern erklärte, stieß bei einigen Nutzern auf offene Skepsis. Ein Kommentator fragte spitz: "Seit wann sind Sie Christ? Davon habe ich bisher noch nichts gemerkt." Andere zweifelten die Aufrichtigkeit seiner Worte grundsätzlich an. Ein Nutzer schrieb: "Warum nur habe ich das Gefühl das diese Worte nur nachgeplappert und nicht ehrlich sind." Damit wurde nicht nur die politische, sondern auch die persönliche Glaubwürdigkeit des Kanzlers ins Visier genommen.
Ein besonders vielsagender Kommentar lautete: "Wer einmal Lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht." Genau darin steckt womöglich der eigentliche Kern dieser Reaktionen. Denn der Shitstorm entzündete sich nicht nur an einem Feiertagsvideo – sondern offenbar an einem tiefer sitzenden Vertrauensproblem, das viele Nutzer mit Friedrich Merz verbinden. Seine Ostergrüße sollten Zuversicht, Ruhe und Nähe vermitteln. Doch zumindest in den Kommentarspalten erreichten sie offenbar das Gegenteil. Statt Osterfrieden gab es für den Kanzler vor allem eines: digitale Wut zum Feiertag.
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bua/news.de
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