Iran-Krieg: Berichte: Hisbollah-Entwaffnung kein Ziel von Israels Armee
Israels Verteidigungsminister hat zuletzt auf die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz gedrungen. Nun berichten Medien über einen Kurswechsel.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Entwaffnung der Hisbollah im Libanon ist Medienberichten zufolge doch kein Kriegsziel der israelischen Armee. Das meldete unter anderem die "Times of Israel" unter Berufung auf einen Vertreter der Armee. Die israelische Nachrichtenseite "ynet" sprach von einer Kursänderung des Militärs. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt noch auf eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Miliz gedrungen.
Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Teil dieses Abkommens war auch die Entwaffnung der Hisbollah, die bislang nicht umgesetzt wurde.
Mehrere israelische Medien meldeten nun, Ziel der Armee sei es, die Miliz im Nachbarland signifikant zu schwächen. "Die Entwaffnung der Organisation ist kein zwingendes Ziel am Ende dieses Einsatzes", zitierte die "Times of Israel" einen Armeevertreter. Laut "Haaretz" gehen Armeevertreter davon aus, dass die Entwaffnung der Hisbollah die Besetzung des gesamten Libanons voraussetzen würde.
Medien: Armee will Plan für "Sicherheitszone" vorlegen
Den Berichten zufolge will Israels Armee der politischen Führung in den kommenden Tagen einen Vorschlag zur Einrichtung einer "Sicherheitszone" im Südlibanon vorlegen. Nach "Haaretz"-Angaben soll diese zwei bis drei Kilometer in den Libanon hineinreichen. Demnach ist unklar, ob die Armee dort alle Häuser abreißen wird, oder ob die Anwohner zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehren können. Der "Times of Israel" zufolge umfasst der Plan die Zerstörung libanesischer Dörfer in Grenznähe. Demnach sollen alle verbleibenden Einwohner Orte, die wenige Kilometer von der Grenze entfernt liegen, verlassen. Davon ausgenommen seien mehrere Orte, die von Christen bewohnt werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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