Donald Trump: "The Don" wettert gegen Kinderbetreuung - das Netz tobt nach Präsidenten-Ausrede
In einer Rede hat Donald Trump über die Finanzierung der Kinderbetreuung gesprochen. Dabei machte er deutlich, dass ihm daran weitaus weniger gelegen ist als am Militär. Sogleich folgte harsche Kritik.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump entsetzt mit Aussage: Militär vor Kinderbetreuung
- US-Regierung kann sich nicht um Kinder und Gesundheit kümmern
- Bundesstaaten sollen Programme finanzieren
- Netz tobt nach Trumps Rede
Donald Trump machte bei einer Rede anlässlich eines Osteressens im Weißen Haus deutlich, dass die Prioritäten der US-Regierung nicht bei der Kinderbetreuung und der Gesundheitsversorgung liegen. Mit seiner Ausrede erzürnt er jetzt das Netz.
Donald Trump wettert gegen Kinderbetreuung
Am Pult stehend schimpfte der US-Präsident darüber, inwieweit seine Regierung die Kinderbetreuung und die Programme Medicaid und Mediacare finanzieren will. Er machte mehrfach in seiner Ansprache deutlich: "Die Vereinigten Staaten können sich nicht um die Kinderbetreuung kümmern." Er nimmt die Bundesstaaten in die Pflicht, Gelder bereitzustellen. Das müsse deren Sache sein. "Wir sind ein großes Land. Wir haben 50 Bundesstaaten. Wir haben all diese anderen Menschen."
Trump stellt Militärschutz über die Gesundheit der US-Bürger
Dann sprach er darüber, dass sein Land Kriege führe. Wobei er erneut seine Regierung aus der Verantwortung für die Versorgung von Kindern zog. Am Ende sagte er deutlich, was bei ihm Vorrang hat. "Es ist uns nicht möglich, uns um Kinderbetreuung, Medicaid, Medicare und all diese einzelnen Dinge zu kümmern. Das können die Bundesstaaten übernehmen. Wir müssen uns um eine Sache kümmern: den militärischen Schutz."
Trump: We can't take care of daycare. We're a big country. We're fighting wars. It's not possible for us to take care of daycare, Medicaid, Medicare, all these things. pic.twitter.com/vLGpp7KJnm
— FactPost (@factpostnews) April 1, 2026
Ausrede des US-Präsidenten macht fassungslos
Dass Trump das Militär an die erste Stelle setzt, entsetzt viele Nutzer auf der Plattform X. Unter einem vom Account Fact Post geteilten Ausschnitt der Rede zeigen sich viele fassungslos:
- "Was ist wichtiger, Herr Trump: das Wohlergehen Ihres Volkes oder Kriege zu führen", fragt sich eine Userin.
- "Der Typ hat wirklich das Gegenteil gesagt. Ich weiß nicht, wie lange das noch so weitergehen wird. Nun, das ist wirklich Karma – er macht das Schlimmste von allem", schreibt ein Nutzer.
- "Das ist das Problem, wenn ein reicher Mann an der Macht ist! Er scheint sich nie um die weniger privilegierten Menschen zu kümmern, weil er denkt, dass sich jeder seine Grundbedürfnisse leisten kann. Aber er kann mehr für unnötige Dinge ausgeben, z. B. Krieg", heißt es in einem weiteren Kommentar.
- "Wir können uns nicht um die Gesundheit und die Kinder unseres eigenen Landes kümmern, weil wir uns auf Kriege im Ausland konzentrieren müssen? Dass ein Präsident das tatsächlich laut ausspricht, ohne auch nur einen Hauch von Nachdenken. Was für ein verdammter Witz", kritisiert ein weiterer Nutzer Trump.
Andere Nutzer stimmen Trump zu und verweisen darauf, dass die Bundesstaaten die Finanzierung übernehmen sollten. Dennoch fällt vor allem der Fokus der Aussage auf: Militär zuerst und nicht die Kinder. Bereits zuvor wuchs der Unmut über die Milliardenausgaben für den Iran-Krieg, aber die fehlende Hilfe für die Menschen im Land - gerade bei den hohen Preisen.
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bos/news.de
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