Iran-Krieg: Irans Präsident schickt Botschaft an Amerikaner

In einer Botschaft richtet sich Irans Präsident Peseschkian an die Amerikaner. Er verurteilt den Krieg und plädiert für Frieden.

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In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation. "Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je,", schrieb der Präsident in seiner Botschaft. Der Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein "Name der Schande". Die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden würde die Zukunft ganzer Generationen prägen.

Für iranische Verhältnisse ist ein offener Brief an das amerikanische Volk eher ungewöhnlich. Daher werten Beobachter ihn als Versuch des Irans, die amerikanische Öffentlichkeit von der Fehlentscheidung ihrer Regierung zu überzeugen und so indirekt eine Waffenruhe zu erzwingen.

Der von Israel und den USA begonnene Krieg befindet sich bereits in der fünften Woche. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, der Iran habe um eine Waffenruhe gebeten haben. Das wies Irans Außenamtssprecher umgehend zurück. Die Aussagen Trumps seien falsch und unbegründet, wurde Ismail Baghai vom Staatssender Irib zitiert. Trump schrieb die Bitte um eine Waffenruhe Irans "neuem Regime-Präsidenten" zu. Wen er genau damit meint, blieb unklar.

Trump will sich am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) mit einer Rede an die eigene Nation wenden. Er hatte dem Iran ein Ultimatum gestellt, das in der Nacht zum 7. April deutscher Zeit auslaufen wird. Bis dahin soll das Land die Schifffahrt durch die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus wieder freigeben. Seit Israel und die USA am 28. Februar den Krieg begonnen hatten, kam die Schifffahrt dort quasi zum Erliegen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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