Polizei-News Chemnitz, 01.04.2026: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 - Polizeidirektion Chemnitz

Nach einem neuen Bericht des Polizeipräsidiums Chemnitz haben sich mehrere Vergehen ereignet. Die aktuellen Fälle von Mittwoch, dem 01.04.2026 im Überblick.

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Die Polizei Sachsen informiert zu einem aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei Sachsen informiert zu einem aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa-Zentralbild / Sebastian Willnow

Die Polizei hat gegen 14:07 Uhr mehrere Meldungen für die Region herausgegeben. In diesen heißt es:

Straftaten gegen das Leben

In dieser Obergruppe ist ein Anstieg um zwei Taten auf nun 15 zu verzeichnen. Bei genauer Betrachtung ist jedoch ersichtlich, dass sich acht der 15 in die Statistik eingeflossenen Fälle bereits im Jahr 2024 ereigneten, sieben wurden im Jahr 2025 begangen. Die Fallzahl in dieser Obergruppe beinhaltet fünf Versuchshandlungen.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

In dieser Obergruppe sind die Fallzahlen um 191 auf nun 1.008 Fällen gesunken. Die höchsten Fallzahlen entfallen wie in den Vorjahren auf Delikte der Verbreitung von pornografischen Inhalten (u.a. Kinder- und Jugendpornografie), sexuelle Belästigung sowie sexueller Missbrauch von Kindern.

Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Mit nun insgesamt 7.906 Fällen ist die Anzahl der registrierten Delikte im Jahr 2025 erneut gestiegen (+ 397 Fälle). Fast 80 Prozent dieser Fälle entfallen auf vorsätzliche einfache Körperverletzungen (3.248), Bedrohungen (1.645) sowie gefährliche und schwere Körperverletzungen (1.417). Die Zahl der Raubdelikte stieg um 32,9 Prozent auf nun

396 Fälle.

Diebstahlsdelikte

Die Zahl der Diebstähle ist minimal auf nun 13.562 Fälle gestiegen. Diebstahlsdelikte machen insgesamt etwa 29,5 Prozent der Gesamtkriminalität im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz aus. Im Bereich des Diebstahls ohne erschwerende Umstände ist ein Anstieg um 309 Fälle ersichtlich. Der Diebstahl unter erschwerenden Umständen weist einen Rückgang um 203 Fälle aus.

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist 2025 minimal auf 396 Fälle (- 9 Fälle) gesunken. Bei 150 dieser Fälle blieb die Tat im Versuchsstadium stecken. Unter den erfassten Wohnungseinbrüchen sind 179 Fälle des Tageswohnungseinbruchs, bei dem die Tatzeit zwischen 06:00 Uhr und 21:00 Uhr liegt.

Im Bereich der Diebstahlshandlungen rund um das Kfz ist in allen Bereichen ein Rückgang zu verzeichnen. So ging die Fallzahl bei Diebstählen von Kraftwagen auf 146 zurück (- 21). Die Fallzahl bei Diebstählen motorisierter Zweiräder (Mopeds und Krafträder) sank leicht auf 138 Fälle (- 11). Die Anzahl der Diebstähle an oder aus Kraftfahrzeugen ist auf 1.121 Fälle

(- 88) gesunken.

Die Anzahl von Fahrraddiebstählen ist etwa gleichgeblieben (1.324 Fälle/+ 11).

Die Fälle von Ladendiebstählen sind um 75 Fälle auf nun 3.344 leicht gesunken. Hingegen ist die Zahl der Taschendiebstähle wieder deutlich auf 323 Fälle angestiegen (+ 128 Fälle).

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte ist deutlich um 17,2 Prozent auf 7.527 Fälle gestiegen (+ 1.105). In dieser Straftatenobergruppe weisen sonstige Betrugsfälle

(2.132 Fälle), Erschleichen von Leistungen (1.591 Fälle), der Waren- und Warenkreditbetrug (1.292 Fälle) sowie Unterschlagungen (1.126 Fälle) die höchsten Fallzahlen auf.

Die Zahl der sonstigen Straftaten nach Strafgesetzbuch ist um 4: Sonstige Straftaten nach StGB

Die Zahl der sonstigen Straftaten nach Strafgesetzbuch ist um 4,0 Prozent auf nun

12.004 Fälle gestiegen. Über die Hälfte dieser Taten entfallen mit 6.584 auf Sachbeschädigungen. Darunter befinden sich 1.591 Sachbeschädigungen an Kfz und

1.661 sonstige Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen. 1.475 Fälle bzw.

22,4 Prozent dieser Sachbeschädigungen waren Graffitistraftaten, bei welchen ein Anstieg um 171 Fälle im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist.

Ebenso fallen 1.848 Fälle (+ 59) der Beleidigung sowie 334 Fälle (+ 54) des Widerstandes gegen oder Angriffes auf die Staatsgewalt in diesen Straftatenbereich.

Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze

In der Obergruppe der strafrechtlichen Nebengesetze sind auch in 2025 erhebliche Veränderungen aufgetreten. Zum einen ist die Zahl der Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- oder Freizügigkeitsgesetz erneut deutlich zurückgegangen (- 494 Fälle/- 21,4 Prozent). Zum anderen wirkt sich die Einführung des Cannabisgesetzes und der einhergehenden Änderung des Betäubungsmittelgesetzes abermals deutlich auf einen Rückgang der Fallzahlen aus.

2025 wurden 1.304 Rauschgiftdelikte und damit 840 Fälle weniger erfasst als im Vorjahr. Im Bereich des Betäubungsmittelgesetzes dominieren weiterhin die allgemeinen Verstöße, sogenannte Konsumentendelikte, mit insgesamt 714 Fällen. 2025 sind keine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz im Bereich Cannabis mehr enthalten. Dahingegen hat sich die Zahl der Verstöße gegen das Konsumcannabisgesetz nahezu verdoppelt (392/2025 gegenüber 198/2024). Die Zahl der allgemeinen Verstöße mit Crystal ist auf 514 angestiegen (+ 97 Fälle).

Die Fallzahl bei unerlaubtem Handel und/oder Schmuggel von Betäubungsmitteln ging erneut deutlich auf nun 96 Fälle zurück.

Gewaltkriminalität (Summenschlüssel

Im Bereich der Gewaltkriminalität ist die Anzahl der Fälle um 292 Fälle auf 1.892 gestiegen. Das Gros der Delikte im Bereich der Gewaltkriminalität sind erneut gefährliche und schwere Körperverletzungen (1.417) sowie Raub bzw. räuberische Erpressung (396).

Straßenkriminalität (Summenschlüssel

Im Bereich der Straßenkriminalität ist ein leichter Rückgang ersichtlich. Die Zahl der hier zusammengefassten Delikte sank um 280 auf nun 7.009. 3.252 dieser Fälle entfallen auf Sachbeschädigungen an Kfz sowie sonstigen Sachbeschädigungen auf Straßen. Anstiege der Fallzahlen weisen gefährliche und schwere Körperverletzungen (742 Fälle/+ 126) auf Straßen und Taschendiebstähle (323 Fälle/+ 128) auf.

Ergänzung zur Art der Statistik

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) spiegelt das polizeiliche Ermittlungsergebnis zum Zeitpunkt der Aktenabgabe an die Staatsanwaltschaft oder das Gericht wider. Sie beinhaltet je nach Länge der Bearbeitungsdauer auch Straftaten zurückliegender Zeiträume. Delikte, zu denen die Ermittlungen noch laufen, fehlen dagegen.

Die PKS enthält die der Polizei bekannt gewordenen und bearbeiteten rechtswidrigen Straftaten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche.

In der PKS werden die von Polizei, Zoll und Bundespolizei bearbeiteten (Straf-)Taten nach bundeseinheitlichen Richtlinien erfasst. Die Auswertung erfolgt territorial, unabhängig davon, durch welche Organisation die Bearbeitung erfolgt.

Nicht enthalten sind Staatsschutzdelikte, Verkehrsdelikte, Ordnungswidrigkeiten sowie Delikte, die nicht zum Aufgabenbereich der Polizei gehören (z. B. Finanz- und Steuerdelikte).

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Chemnitz. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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