Polizei-News Reutlingen, 19.02.26: Verkehrsunfallbilanz des Polizeipräsidiums Reutlingen für das Jahr

Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Reutlingen gemeldet. Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Vogl

wurden schwer verletzt. Etwas mehr als die Hälfte davon, nämlich 111 (2024: 96), waren mit einem Pedelec unterwegs.Die Zahl der Leichtverletzten (Radfahrer und Pedelec) stieg um 3,3 Prozent auf 988 - darunter 410 Pedelecfahrer. Das sind 24 mehr als im Vorjahr.

Die Popularität der Pedelecs schlägt sich bereits seit vielen Jahren mit linearen Steigerungen in der Unfallbilanz nieder. Auch im Jahr 2025 stiegen die Unfälle mit Pedelecs nochmals um 5,2 Prozent.

Die Unfallzahlen von E-Scootern oder Segways, die die Polizei in der Statistik als Elektro-kleinstfahrzeuge erfasst, sind in den letzten Jahren sowohl in Baden-Württemberg als auch bundesweit massiv angestiegen. Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen erreichte die Unfallzahl mit 227 einen neuen Höchststand, nachdem im Vorjahr noch 136 Unfälle registriert worden waren. Hier spielen die wachsende Beliebtheit und Verfügbarkeit dieses Verkehrsmittels eine entscheidende Rolle.

Im Jahr 2025 kamen bei diesen Unfällen 183 Personen zu Schaden. Zwei E-Scooter-Nutzer verloren ihr Leben. Während ein Fahrer in Rottenburg nach einem Zusammenprall mit einem Pkw zu Tode kam, verunglückte ein weiterer E-Scooter-Fahrer in Reutlingen ohne Fremdbeteiligung tödlich.

22 E-Scooter-Nutzer wurden schwer und 144 leicht verletzt. 2024 waren es 13 Schwer- und 94 Leichtverletzte gewesen.

Bezogen auf die Nutzer der E-Scooter bilden Alkoholeinfluss und überhöhte Geschwindigkeit ein gefährliches Duo der Hauptunfallursachen: Von den insgesamt 227 Unfällen mit Beteiligung eines E-Scooters geschahen 23 Unfälle unter Alkoholeinwirkung und zwei unter Drogeneinfluss.Knapp zwei Drittel der Unfallbeteiligten war jünger als 24 Jahre, der übrige Anteil umfasst im Wesentlichen die Altersspanne von 25 bis 64 Jahren.

Die Fußgängerunfälle gingen im Jahr 2025 um elf (3,1 Prozent) auf 349 zurück, 90 davon wurden von Fußgängern selbst verursacht. Bei diesen Unfällen kam kein Fußgänger zu Tode (2024: ein Fußgänger).Drei Fußgängerunfälle, bei denen jeweils Pkw-Fahrer die Unfallursache gesetzt hatten, verliefen tödlich. Hier kamen drei Fußgänger (2023: acht) ums Leben.Mit 52 wurden fünf Fußgänger mehr als im Vorjahr schwer verletzt. Die Zahl der Leichtverletz-ten war nahezu gleichbleibend bei 261 (2024: 262).

Ein Blick auf ausgewählte Zielgruppen:

Um 40 auf 246 ist die Zahl der Verkehrsunfälle gestiegen, in die Kinder (bis 13 Jahre) verwickelt waren. Trotz der steigenden Unfallzahlen in dieser Altersgruppe kam 2025 kein Kind bei Verkehrsunfällen zu Tode. Die Zahl der schwer verletzten Kinder reduzierte sich um fünf auf 22, wohingegen die Zahl der leichtverletzten Kinder auf 283 (+57) anstieg.Im Gegensatz zur Null-Bilanz bei tödlich verletzten Kindern forderte der Straßenverkehr bei Unfällen, an denen die Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) beteiligt waren, bei 2.158 Unfällen insgesamt neun Todesopfer, davon fünf getötete junge Erwachsene.

Schwere Verletzungen haben sich 73 Personen dieser Altersgruppe (2024: 68) zugezogen, leicht verletzt wurden 501 (2024: 557).Um 13 auf insgesamt 122 stieg die Zahl der Schwerverletzten (darunter 73 junge Erwachsene) an. Leicht verletzt wurden 823 Personen (darunter 501 junge Erwachsene), 89 mehr als im Jahr zuvor. In knapp 55 Prozent der Unfälle setzten jeweils junge Erwachsene die Ursache.

Die Schulwegunfälle (mit Schülern zwischen sechs und 17 Jahren, sofern sie selbst aktiv am Straßenverkehr teilnahmen und nicht nur Beifahrer waren) erhöhten sich um 17 auf 50. Zum elften Mal in Folge gab es keine Todesopfer.Sechs Schülerinnen und Schüler (2024: vier) wurden auf dem Weg zur Schule oder einer schu-lischen Veranstaltung bzw. auf dem Heimweg schwer verletzt, 48 (2024: 29) leicht.

Mit einem Rückgang um 1,8 Prozent vom Höchststand im Jahr 2024 (3.019) sank die Zahl der Unfälle mit Senioren ab 65 Jahren mit 2.966 wieder unter die 3.000er-Marke. Wie bereits 2023 und 2024 starben auch im Jahr 2025 bei diesen Unfällen 17 Menschen, davon 14 Senio-ren.Insgesamt 160 Menschen (2024: 174) wurden schwer verletzt, darunter 110 (2024: 123) Senioren. Bei 826 Personen, sechs weniger als im Jahr 2024, blieb es bei leichten Verletzungen. Unter den Leichtverletzten waren 468 (2024: 466) Senioren.In rund 63 Prozent der Unfälle wurden Senioren als Unfallverursacher geführt.

Ein Blick auf die Altersgruppe der Senioren in Bezug auf Pedelecs zeigt, dass von insgesamt 14 bei Verkehrsunfällen verstorbenen Senioren (als Nutzer aller Fortbewegungsmittel) die Hälfte mit einem Pedelec unterwegs waren.

Um 1,4 Prozent auf 1.174 gingen die Unfälle, an denen Lkw beteiligt waren, zurück. Drei Menschen (2024: sechs), darunter kein Lkw-Nutzer, wurden tödlich, 34 (davon sechs Lkw-Fahrer) schwer und 275 (davon 54 Lkw-Fahrer) leicht verletzt. Im Vorjahr waren es 37 Schwer- und 255 Leichtverletzte gewesen.

Polizeiliche Verkehrsüberwachung:

Im Rahmen der über das ganze Jahr hinweg durchgeführten Kontrollen der Verkehrsteilnehmer hinsichtlich Geschwindigkeit und Fahrtüchtigkeit und der damit einhergehenden rechtlichen Konsequenzen deckten die Beamten mehr als 20.000 Verstöße auf, bei denen die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt der größte Anteil ausmachte (rund 10.400), dicht gefolgt von dem Nichtanlegen des Sicherheitsgurts (knapp 8.800). In diesem Zusammenhang wurden auch über 900 Verstöße gegen die Sicherungspflicht von Kindern zur Anzeige gebracht. (tr)

Den gesamten Verkehrsunfallbericht für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidi-ums Reutlingen und die einzelnen Landkreise (RT/ES/TÜ/Zollernalb) finden Sie unter:

https://ppreutlingen.polizei-bw.de/statistiken/

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Reutlingen vom 19.02.2026 gegen 13:15 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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